Biologie der Malariaparasiten

Biologie der Malariaparasiten

Malariaparasiten sind abhängig von der Übertragung durch Moskitos. In Regionen mit jahreszeitlich bedingten Regenzeiten stehen sie während der Trockenzeit daher vor einem Problem: In diesen Monaten gibt es so gut wie keine Moskitos, die die Parasiten als Vektoren nutzen können. Während sich klinisch nachweisbare Malariafälle weitgehend auf die Regenzeit beschränken, können subklinische Infektionen mit dem Malariaparasiten Plasmodium falciparum während der Trockenzeit fortbestehen. Sie sind ein wichtiges Reservoir für neue Malaria-Übertragungen in der darauffolgenden Regenzeit.

Wir wollen die komplexen Wechselwirkungen zwischen P. falciparum und seinem Wirt in einer sich jahreszeitlich verändernden Umgebung verstehen und dadurch feststellen:

1.) welche Varianten der oberflächenantigenen Genfamilien die Persistenz fördern

2.) wie die Genexpression des Parasiten und seine Regulation dazu beitragen, subklinische Infektionen während der Trockenzeit aufrechtzuerhalten, und

3.) wie Hinweise und parasitenkodierte Erkennungsmechanismen eine saisonal niedrige Virulenz induzieren könnten.

Zur Klärung dieser Fragen setzen wir Längsschnittproben ein, die in Mali in enger Zusammenarbeit mit dem NIAID (National Institute of Allergy and Infectious Diseases) an den NIH (National Insitutes of Health, USA) und dem malischen ICER (International Center for Excellence in Research) in Bamako gesammelt wurden.

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